Erzgebirge

Zwischen Raithalden und Steinmatratzen: von Geyer zu den Greifensteinen

Vom Altmarkt in Geyer über die Binge, durch das Greifenbachtal und am alten Röhrgraben entlang zum Greifenbachstauweiher. Ein Themenweg zu fast 800 Jahren Bergbaugeschichte im Erzgebirge.

Stilisierte Linie, rund 9,9 km.Gelände: Geyer und Greifenbachtal, 5,8 km breit, 491 bis 752 m, Höhen 4-fach überhöht. Die Linie zeigt die Gegend, keinen Wegverlauf. Bitte vor Ort der Ausschilderung folgen.

Gestapelte, abgerundete Felsen zwischen Bäumen, daneben Treppen und Geländer einer Aussichtsplattform
Felsen an den Greifensteinen · Foto: Jörg Blobelt, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Rund um Geyer im Erzgebirge wurde fast 800 Jahre lang Bergbau betrieben. Der Themenweg „Zwischen Raithalden und Steinmatratzen“ folgt diesen Spuren von der Altstadt durch das Greifenbachtal bis zum Greifenbachstauweiher. Unterwegs liegen Stolln, ein jahrhundertealter Kunstgraben und als Abstecher am Ende die Felsen der Greifensteine.

Die Route

Start ist der Altmarkt in Geyer mit der St. Laurentiuskirche und dem 42 m hohen Wachtturm, in dem das Heimatmuseum auf sieben Etagen untergebracht ist. Bergwärts liegt der Bingekrater, ein Naturdenkmal und Wahrzeichen der Stadt. Nach Bingebrüchen 1704 und 1803 diente die Binge ab 1851 als Steinbruch.

Vom Huthaus folgt der Weg auf dem Bingeweg dem Fernwanderweg Eisenach-Budapest hinab ins Greifenbachtal. Ein Abstecher talabwärts führt zum Betonsockel der früheren Schmalspurbahnbrücke, die das Tal bis 1977 in 36 m Höhe überquerte, und zum Reicher-Silber-Trost-Stolln. Talaufwärts geht es an den Sprungschanzen vorbei, mit der grünen Markierung zum Wassertretbecken und über Treppen hinauf zum Greifensteinstolln mit Rastplatz und Fernblick bis zu Fichtel- und Keilberg.

Danach begleitet der Röhrgraben den Weg. Seit etwa 650 Jahren leitet er Wasser vom Greifenbach zu den Gruben nach Ehrenfriedersdorf, auf 5 km Länge mit nur 23,5 m Gefälle. Vorbei am Garisch-Stolln, an Resten eines Pochwerks und am Mundloch des Goldenen-Adler-Stollns erreicht der Weg den Greifenbachstauweiher, angelegt Mitte des 14. Jahrhunderts. Für die 10 km mit 280 Höhenmetern im Aufstieg nennt die Quelle 2:43 h.

Gut zu wissen

  • Der Weg ist keine Runde, sondern endet am Greifenbachstauweiher oder am Parkplatz an den Greifensteinen. Für den Rückweg nach Geyer vorher den Bus prüfen oder ein zweites Auto einplanen.
  • Von der Aussichtsplattform an den Greifensteinen reicht der Blick laut Quelle über das Erzgebirge, bei guter Sicht bis zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.
  • Die Quelle empfiehlt festes Schuhwerk und eine Taschenlampe. Rund zwei Drittel der Strecke verlaufen auf Schotter und Wegen, dazu kommen Asphalt, Straße und wenig Pfad.
  • Die Tourbeschreibung der Stadt Geyer stammt von 2019. Öffnungszeiten von Museum und Einkehr vorher bei der Tourist-Information Geyer erfragen.

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