
Der Wilseder Berg ist mit 169 Metern die höchste Erhebung der norddeutschen Tiefebene. Klingt bescheiden, aber ringsum ist alles flach, und bei klarem Wetter schaust du von oben bis Hamburg. Die Heideschleife Wilseder Berg verbindet ihn mit den schönsten Ecken des Naturschutzgebiets: dem Totengrund, dem Steingrund und dem Heidedorf Wilsede, in das keine Autos fahren.
Die Route
Start ist der Wanderparkplatz Niederhaverbeck. Die Runde führt zuerst nach Oberhaverbeck und über den Turmberg in den Steingrund. Dann erreichst du den Totengrund, eine weite Senke mit Heide und Wacholder, die zur Heideblüte in Lila leuchtet.
Weiter geht es ins Heidedorf Wilsede. Hierher kommt man nur zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Kutsche, das ganze Schutzgebiet ist nahezu autofrei. Von Wilsede steigst du sanft auf den Wilseder Berg und wanderst danach durch das Heidetal zurück nach Niederhaverbeck. Die Lüneburger Heide GmbH rechnet für die 14,9 km mit rund vier Stunden.
Wann die Heide blüht
Die Besenheide blüht im August und September, als Faustregel gilt der 8. August bis 9. September. In den letzten Jahren ging es teils schon Ende Juli los. Den aktuellen Stand zeigt das Heideblüten-Barometer der Lüneburger Heide. Außerhalb der Blüte ist die Runde ruhiger und trotzdem schön, dann prägen Wacholder, Birken und weite Ausblicke das Bild.
Gut zu wissen
- Das Naturschutzgebiet darf erst eine Stunde vor Sonnenaufgang betreten werden. Mülleimer gibt es nicht, nimm alles wieder mit.
- Wer die Strecke abkürzen will, fährt mit der Kutsche: Sie startet an den Parkplätzen und fährt bis Wilsede, eine Fahrt dauert meist 60 bis 90 Minuten. Plätze vorher reservieren.
- Zur Heideblüte ist rund um Wilsede und den Totengrund viel los. Früh am Morgen hast du die Heide fast für dich.
- Der nächste Bahnhof ist Wintermoor bei Schneverdingen. Von dort geht es mit dem Bus weiter.


